Teil eines Werkes 
2. Band (1845)
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dieſe böſen Anſchläge zu fordern, und ihn auf irgend eine Weiſe derb zu züchtigen, da er ſich mit ihm, ſei⸗ nes heiligen Standes wegen, nicht duelliren konnte.

Eine ganze Viertelſtunde lang war der uiß verwirrt und beklommen, daß er gar keinen Gedan⸗ ken faſſen konnte, ja er war unſchlüſſig, ob er ſich nicht für die erſte Zeit irgendwo verbergen ſolle, bis ſich der erſte Zorn des Vicomte gelegt.

Nach langer Ueberlegung faßte er endlich Muth und mit jener ſüdlichen Unbeſtändigkeit, von der größ⸗ ten Entmuthigung zum größten Selbſtvertrauen mit Blitzesſchnelle überſpringend, warf er ſeinen Mantel um, und begab ſich, den Kopf ſtolz aufgerichtet, die Stirne von Zuverſicht ſtrahlend, zu Wagen nach Gon⸗ dreville's Wohnung.

Man hätte jetzt keinen trefflicheren Typus als Alberoni für jene Diener finden können, die Mo⸗ lière in ſeinen Werken unter den Bildern eines Sca⸗ pin und Mascarille unſterblich machte, und die man in allen Klaſſen der Geſellſchaft findet, unter dem geſtickten Kleide und dem ſchwarzen Rocke ſo gut, als unter dem Kittel.

Gehörte doch in der That eine rieſige Unverſchmt⸗ heit dazu, der Gefahr mit ſolche freundlichen Keck⸗