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„ compromittiren. Welch ein Unterſchied zwiſchen den Dienern zu Verſailles und zu Madrid!“
Nach einer kleinen Pauſe fuhr der Vicomte fort:
„Wie nennt Ihr Euch?“
„Gil Perez.“
„Nun, Gil Perez, mein Freund, da habt Ihr ein Goldſtück.“
Gil Perez betrachtete Gondreville mit tiefer Ueberraſchung; dann ſchüttelte er verneinend das graue Haupt.
„Wollt Ihr nicht ein Glas Wein auf mein Wohl⸗ ſein trinken?“— frug der junge Franzoſe.—
„Gil Perez trinkt keinen Wein.“
„Wirklich? Nun ſo möcht Ihr das Stück ſonſt nach Eurer Luſt verwenden.“
„Gil Perez bedarf nichts.“
„Ich hätte das Gegentheil gedacht!“— ſagte der Vicomte, halblaut.
„Gil Perez iſt Majordomus des Pallaſtes Santa⸗Cruz.“
Gondreville biß ſich auf die Lippen, um ein lautes Auflachen zu verhindern und murmelte nur:
„Was für ein Pallaſt und welch' ein Majordo- mus! Bettelarm wie eine Kirchenmaus und ſtolz wie ein Pfau, es iſt ein ächter Spanier.“


