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„Närrchen! Bis jetzt wäre ich ohnedem ſehr in Verlegenheit, wenn ich Euch verrathen wollte, Ihr habt mir ja den Namen noch gar nicht genannt.“
„Nun ſo vernehmt, daß es Donna Ines de Santa⸗Cruz iſt..
„Die Tochter des Marquis!— Wollt Ihr Euch auf dieſe Weiſe etwa für gewiſſe Wunden rächen, die, wie man ſagt, Euch der Vater geſchlagen?“
„Ach! Weiß ich denn, was ich will,.. ich weiß nur, daß ich Donna Ines liebe, wie ich noch nie geliebt habe. Auch war die Gelegenheit, bei welcher ſie mir das erſtemal erſchienen, zu feierlich und wich⸗ tig, als daß ich ſie je vergeſſen könnte, und wenn ich jetzt noch lebe, ſo habe ich es einzig jenem Mäd⸗ chen zu verdanken. Ja, Freund Abbeé, als ich von
dem Marquis von Santa⸗Cruz auf den Tod ver⸗
wundet, in einer elenden Herberge des Oertchens
Fadraque lag, bereit, den Geiſt aufzugeben,. als meine Augen, von den Schatten des Todes um⸗ nachtet, ſchon die Gegenſtände, die mich umgaben, nur wie in einem Nebel ſahen, da ſtrahlte plötz⸗ lich durch die Finſterniß ein Blick voll unbeſchreib⸗ licher Sanftmuth zu mir, ein Blick, der mir in den tiefſten Grund der Seele
drang und wie ein himmliſcher Balſam auf Geiſt
und Körper wirkte.
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