„Es iſt“— flüſterte Amenzaga—„„es iſt ſeine Heiligkeit der Cardinal⸗Groß⸗Inquiſitor.“ . Der Wirth, der keines der Worte verloren hatte, ſtürzte bei dieſer Eröffnung mit allen Zeichen eines grenzenloſen Schreckens zur Erde;— nur Santa⸗ Cruz blieb auch jetzt ruhig und kalt.
Er trat ſofort auf den Cardinal zu und ſagte:
„Hochwürdigſter Herr! die göttliche Vorſehung ⁰ ſendet Euch hieher. In einem ſonderbaren Zwei⸗ kampfe hatte ich das Unglück, jenen fremden Edel⸗ mann, der dort neben dem Heerde liegt, zu verwun⸗ den, und zwar ſo, daß er, nach des Chirurgen Aus⸗ ſage, auf dem Punkte ſteht ſeine Seele auszuhauchen. Es wäre ein Beweis Eurer Güte, Hochwürdigſter,
wenn es Euch gefallen würde, einige Augenblicke hier
zu verweilen, und ihm die letzten Tröſtungen der
Religion zukommen zu laſſen.“
Der Groß⸗Inquiſitor zog bei dieſer Anrede die Augenbrauen finſter zuſammen. Nachdem ſie geen⸗ det, warf er auf den Sterbenden, der gerade ſeine Augen ein wenig geöffnet und für Minuten zu ſich gekommen ſchien, einen faſt wilden Blick, dann ſagte er dürr und entſchieden:
„Ich vermag Eurem Wunſche nicht nachzukom⸗ men; wendet Euch an den Prieſter des Orts.“
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