„Unmöglich!“— verſetzte der Reiter,—„ich habe ſchon zu lange gezögert. Auf Wiederſehn! Vorwärts! Vorwärts! und Ihr, Wirth, denkt an die Maulthiere.“
Und mit ſeiner Peitſche knallend eilte er hinaus, ſchwang ſich in den Sattel und flog im Galopp davon.
Während dieſer Zeit war es Amenzaga, nicht ohne große Mühe, gelungen, den Verwundeten halb aufzurichten, und mit dem Rücken an die Mauer zu lehnen. Noch war er ohne Beſinnung, noch kniete das Mädchen, welches wir oben erwähnt, an ſeiner Seite, und ſuchte ſo gut es gehen wollte, das Blut zu ſtillen, das ohne Unterlaß der Wunde entquoll, als ein Knecht eintrat, und den einzigen Wundarzt mit ſich brachte, welchen das Oertchen Fadraque beſaß.
Der Mann kniete ebenfalls nieder, unterſuchte die Wunde aufmerkſam, ſtand aber dann raſch auf und ſagte:
„Hier kann ich nichts thun, der Verwundete hat nur noch eine Stunde zu leben, ſendet nach einem Prieſter.“
„Nach einem Prieſter!“— lispelte das Mäbchen, indem ſie ſich voll Mitleiden über das Antlitz des Verwundeten beugte, das die ſchwarzen Flügel des


