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ſänger gewahren, der in einem Winkel des Saales fniete, ſich in frommer Demuth bekreuzend.
Es war ein langer, hagerer Mann, von gelber eſichtsfarbe, und,— ſo viel man trotz ſeiner Stel⸗ ung und außerordentlichen Magerkeit ſchließen konnte, — fünf und fünfzig bis ſechzig Jahre alt. Seinem langen blaſſen Geſichte drückte der mächtige eisgraue Schnurrbart, der in zwei aufwärts gedrehten Spitzen endete, ſo wie der ſtarke, am unteren Theile des Kinnes beginnende Zwickbart einen wo möglich noch eckigeren Charakter auf; ſo wie ihm zwei tief herab⸗ gezogene Augenbrauen den Ausdruck eines ganz un⸗ gewöhnlichen Ernſtes gaben. Seine Haut glich dem Pergamente. Er war dabei in das finſtere und ſtrenge Coſtüm gekleidet, welches lange unter dem Hauſe Oe⸗ ſterreich, als das herrſchende galt, und ſelbſt noch unter dem düſteren Karl II. Mode war.
Dieſe Kleidung beſtand aus einem Leibrocke von grobem ſchwarzen Tuche mit einem Mantel von glei⸗
chem Stoffe. Ueber Beides fiel ein Halskragen von
holländiſcher Leinwand auf die Schultern, den jedoch weder Spitzen noch Bänder zierten. Die Beine deck⸗ ten ordinäre ſchwarz ſeidne Strümpfe und Schuhe mit Puffen, die nur ſchlecht zwei ungemein große und platte Füße verbargen— Füße, die in der That dem


