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nicht gebräuchlich iſt, an dem Jahrestage des Todes unſeres Erlöſers zu reiſen.
Dennoch— und ungeachtet dieſer heiligen Feier — konnte man heute, ohngefähr eine Stunde vor Mittag, einen Cavalier auf dem ſchmutzigen Wege, der von Guadalajara nach Burgos führt, lang⸗ ſam dahin reiten ſehen.
Er hatte ſich tief in einen weiten Reiſemantel ge⸗ hüllt, während ein mächtiger, mit Federn geſchmückter Filzhut ſein Haupt deckte und ſchützte. Aber die Reiſe des Reiters ging nur langſam von ſtatten, da das Pferd, auf dem er ſaß, gewaltig hinkte. Das arme Thier war eine Viertelſtunde vorher geſtürzt,— und wahrlich! es war alle Ausſicht dazu vorhanden, daß es nicht bei dieſem erſten Verſuche bleiben ſollte. Der Reitersmann führte dabei ein heftiges, mit den kräf⸗ tigſten Flüchen geſpicktes, Selbſtgeſpräch. Aber— er fluchte nur franzöſiſch, und dies zwar in Folge einer ſehr eigenthümlichen Uebereinkunft mit ſeinem Gewiſſen; da er ohne Zweifel überzeugt war, daß der iebe Gott ſich in Spanien nicht darüber ärgern würde, wenn er ihn in einer anderen, als in der caſtiliani⸗ ſchen Sprache fündigen höre.
Muth! Muth! mein guter Pacheco“— ſagte er jetzt auf ſpaniſch zu ſeinem Pferde,—„in einer


