— zwei bedeutende und ſchmerzhafte Wunden empfangen hatte. Alles dies machte ihn im höchſten Grade unmuthig, ſo daß er gerne auf die Friedens⸗Vorſchläge einging, welche ihm von dem Papſte, im Namen Johanna's, vorgelegt wurden. Und ſo zog er mit der nie alternden Lehre heim: „daß keine Gewaltim Stande iſt ein Volk, das einig und muthig, dauernd zu unterjochen.“—
Jetzt endlich!— nach ſo manchem blutigen Gräuel, nach ſo anhaltenden Stürmen, nachdem Krieg, Verrä⸗ therei, Hungersnoth und Peſt das Land verheert hatte, das zu den ſchönſten der Welt gehört, und mit Recht ein Bild des Paradieſes genannt werden kann— jetzt endlich kehrte der Friede auf deſſen Fluren zurück. Wie freudig ſchlug das Herz Johanna's, als ſie den blumenum⸗ wundenen Zepter ausſtreckte über das ganze Reich, über alle ihre geliebten Unterthanen, die, Hoch wie Nieder—
ihr nun mit aufrichtiger Liebe huldigten. Und die Mo⸗ narchin wußte die Achtung ihres Volkes zu verdienen.
Weiſe Geſetze verbeſſerten die Verfaſſung; eine ſtrenge Gerechtigkeit erhöhte das Anſehen der Juſtiz; der Großen nebermuth und der Kleriſei Ausſchweifungen wurden Schranken geſetzt, welche die niederen Stände vor unge⸗ rechten nebergriffen ſchützten; den Handel hob man zu


