hatte, griff ſie zu kriegeriſchen Maßregeln. Ihr Gatte ſtellte ſich an die Spitze der geſammten Macht, und zeigte den Ungarn bald, daß er der Mann ſei, ſie zu beſiegen. Vorerſt fielen die noch mit Ludwig von Ungarn's Truppen beſetzten Caſtelle der Hauptſtadt; ſodann nach und nach der größte Theil aller Städte, Schlöſſer und Burgen. Indeſſen zog ſich, da die Ungarn immer neue Verſtärkungen erhielten, dennoch der Krieg in die Länge und dauerte,— bald erlahmend, bald wild auflodernd — nahe an drei Jahre. Während dieſer ganzen Zeit blieb Johanna's Gatte Sieger, als aber Ludwig von Ungarn neuerdings mit einem ungeheuren Heere zurück⸗ kehrte, nahmen die Dinge abermals eine ſchlimme Wen⸗ dung, und das königliche Paar ſah ſich genöthigt, ſeine Reſidenz zum zweitenmale auf kurze Dauer zu verlaſſen. Aber Andreas Bruder fand die Geſinnungen des Volkes ſehr verändert, und ſtatt wie ehedem ohne Schwertſtreich überall ſiegend einzuziehn, mußte er diesmal vor jeder kleinen Burg lange liegen bleiben, da die Beſatzungen für die allverehrte Fürſtin mit unerſchütterlichem Muthe und großer Ausdauer fochten. Ludwig bemerkte dieſe veränderte Stimmung recht gut, und ermüdete endlich in ſeinem unnützen Unternehmen, bei welchem er außerdem
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