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die Wir willig Unſer Leben für das Glück Unſeres theu⸗ ren Volkes opfern würden, aus Ehrgeiz oder falſchver⸗ ſtandenem Muth, eine Sache unternehmen, welche für den Augenblick nicht durchzuſetzen iſt, und ſo Euer Wohl dem Unſeren opfern?— Nein! Wir bitten im Gegen⸗ theile, Wir befehlen Euch als Eure Königin, den Ungarn Städte und Schlöſſer zu öffnen, und ihrem Fürſten zu huldigen.“
Ein wildes Geräuſch unterbrach hier die Rednerin. „Nein!“ ſchallt es von allen Seiten durch das dumpfe Gemurmel des Unwillens—„Nimmermehr!“ ſchrien Edle und Volk durcheinander.
„Wir ſchützen Dich! Gut und Blut, Leib und Leben für unſre Königin!“
Johanna ſchüttelte, tief bewegt aber verneinend das Haupt.
„Bei der Liebe, die Ihr einſt meinem Großvater ge⸗ zollt“— ſagte ſie mit faſt erſtickter Stimme—„beſchwö⸗ ren Wir Euch, Uns zu gehorchen. Wir gehen indeſſen nach Unſerer guten Stadt Avignon, Uns dem heiligen Vater der Chriſtenheit zu Füßen zu werfen und ihn an⸗ zuflehen, Uns zu richten und zu entſcheiden, ob Wir der Schandthat ſchuldig find, deren Uns Unſere Feinde im


