Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1849)
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Eindrucke, welchen Johanna's erhabene, unwiderſtehliche Reize, welche der großartige Schmerz der Königin auf ihn machte.

Als nun aber die Trauernde des Thrones Stufen beſtiegen, als ſie den Schleier zurückgeſchlagen und mit thränenvollen Augen, ſtumm vor Schmerz über die Ver⸗ ſammlung hinblickte da vermochte ſich die Menge nicht mehr zu halten, und den aufgedrungenen Haß vergeſſend, grüßte ſie, wie aus einem Munde der Ruf: Heil unſrer Königin! Es lebe Johanna! Es lebe die Enkelin Robert des Gütigen!

Aber der Jubel ſchnitt tief in die Seele der Gebeug⸗ ten; ein leiſes, ſchmerzliches Lächeln flog um den fein geſchnittenen Mund, und ſie blickte ſo freundlich und mild unter Thränen, wie die Sonne an einem lauen Früh⸗ lingstage durch die hellen Tropfen eines warmen Regens blitzt.

Als ſich auf ihren Wink endlich der Lärm gelegt, hob ſie mit ſeelenvollem Tone feierlich an:

Barone meines Reichs! Vertreter der Städte! und Ihr Alle, die Ihr meines Herzens theure Kinder ſeid! zu Euch wendet ſich Eure Königin, tief gebeugt von tauſend Leiden. An Unſeres Reiches Grenzen ſteht der Feind!