gewiß Alles, Alles aufbieten, ihm Ehre zu machen, und das unendliche Glück zu verdienen, was er mir durch Ihre Hand gewähren würde.“
„Nun!“— rief Hannchen tröſtend—„verſuchen ſie es nur!— Ich will in der Nähe bleiben, und wird er zornig— was gewiß nicht geſchieht— komme ich her⸗ bei, und werfe mich an ſeinen Hals, und küſſe und bitte und ſchmeichle ihm ſo lange, bis er wieder lacht, und lacht er— haben wir gewonnen.“
„Ihr Vertrauen, Ihre Liebe macht mich ſtark!“— entgegnete entzückt Adolph—„ſo will ich es denn ver⸗ ſüchen Aber? d
„Nun?“
„Wenn er nein ſagte?“
„Er wird, er muß ja ſagen“— rief Hannchen— „wir lieben uns ja einander!“—
„Gott gebe, daß ſie recht behalten!“ ſeufzte Adolph— aber meinen Muth zu ſtärken, geben Sie mir noch einen Kuß.“
„Einen Kuß in Ehren, kann Niemand wehren!“ rief ausgelaſſen Hannchen. Die glühenden Lippen der Lie⸗ benden ruheten lange auf einander; dann hüpfte die Lieb⸗ liche davon und Adolph ſchlich ſeufzend nach dem Saale.


