Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1849)
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Des jungen Mannes Aufopferung und Geduld war

dabei wahrlich nicht klein; denn der Engländer litt an einer ſchweren und ſchmerzhaften Krankheit, die ſeine na⸗ tionale Wunderlichkeit und Laune oft zu einer unerträg⸗ lichen Höhe ſteigerte. Aber Adolph, den ja auch das Schickſal unter fremde Menſchen geſtoßen hatte, fühlte tief und innig wie entſetzlich es ſein müſſe, ſo ganz allein und verlaſſen, ferne, von ſeinem Vaterlande und den Sei⸗ nen krank ja vielleicht hoffnungslos krank zu liegen, und nur fremde, theilnahmloſe Menſchen von Zeit zu Zeit um ſich zu ſehen, die nur der Lohn, nicht aber Liebe und Anhänglichkeit an den Leidenden feſſeln.

Dies peinliche Gefühl dem armen Kranken ſo viel als möglich zu nehmen, hatte er ſich nun zur Aufgabe gemacht. Und da er auch hier, wie bei allen ſeinen Hand⸗ lungen fragte: wie würde ſich Hannchen in deiner Lage benommen haben, ſo war er in der Pflege des Patienten ſo ſanft und geduldig, ſo aufmerkſam und zuvorkommend, ſo liebevoll ſelbſt, als bediene er ſeinen eigenen Vater. Es konnte ja auch gar nicht anders ſein, er liebte ohne es ſich nur ſelbſt geſtanden zu haben die Tochter des Hauſes und da er bis jetzt noch alle die ſeligen Gefühle in ſeinem Herzen verſchloſſen trug, drängten ſie ihn