Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1849)
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verlor und wie er ſelbſt ſagte mild und des Teu⸗ fels wurde.

Den größten Einfluß hatte Hannchen's Rücktehr in das väterliche Haus übrigens auf Adolph.

Der Oberkellner war ſeit jenem Tage ein ganz and⸗ rer Menſch geworden. Zwar hatte er von jeher ſeine Pflichten ſtreng erfüllt; zwar war er ſchon vor Hann⸗ chens Ankunft artig und aufmerkſam gegen die Fremden geweſen aber ſeitdem er das liebenswürdige Ge⸗ ſchöpf immer vor Augen hatte; ihren unverdroſſenen Fleiß, ihre Milde gegen alle Menſchen, ihr herziges, ſittiges und doch freudiges Weſen tagtäglich ſah, ſeitdem kam ihm das Bild des lieben Mädchens auch weder bei Tag noch bei Nacht aus dem Sinn, ſeit jenem Augenblicke war ſie ſein Vorbild, ſein Ideal geworden.

Wie ſie wollte er in jeder Beziehung werden, wie ſie die er gleich einem höheren Weſen verehrte, anbetete. Die Stelle wo ſie geſtanden, geſeſſen, ja nur vorübergegangen war, war ihm heilig. Keine Grenzen aber kannte ſeine Seligkeit, wenn er durch irgend eine Geſchicklichkeit oder gute Handlung Hannchen's Auf⸗ merkſamkeit gefeſſelt, und von dem lieben Kinde mit einem freundlichen Blicke belohnt wurde.