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Abenden Hannchen Gelegenheit fand, ſo ſetzte ſie ſich mit ihrem Strickſtrumpfe zu dem Vater und dem Doktor, mit deſſen unliebenswürdigem Außeren ſie ſich bald ver⸗ ſöhnt, und Campius mußte ihr dann,— während er ein Schöppchen nach dem anderen ſchlürfte,— von den ſeltenen Thieren und Pflanzen anderer Welttheile oder auch von dem inneren Haushalte der Natur erzählen, der ſo überaus weiſe von einer unſichtbaren Hand geordnet iſt. Dies war denn auch gerade des Doktors Lieblings⸗ thema, und der alte Mann konnte ſich darüber mit wah⸗ rem Jugendfeuer ausſprechen.
Dagegen mußte er freilich auch manchmal bei Hann⸗ chen gegen den Aberglauben, ſeinen Todfeind, ankämpfen, denn— war es Zufall oder ein Erbſtück— die Tochter glich hierin ihrem Vater ſehr, nur nahmen bei Hann⸗ chen die Thorheiten ein ppetiſches Gewand an, da ihr lebhafter Geiſt und ihre fromme Denkungsweiſe die ganze irdiſche Welt mit einer zweiten geiſtigen, von Engeln, Warnungs⸗ und Schutzgeiſtern bevölkerte. Aber eben weil dieſer Glaube etwas ſüßes und pvetiſches, in Hannchen's Munde ſogar etwas wahrhaft himmliſches hatte, konnte auch Campius gegen ſie nur milde auftreten; während er bei des Vaters kaltem, trocknen Unſinn oft die Geduld


