„Erquickend und labend!“ wiederholte er.—„Man ſollte meinen, Sie ſeien ein Buſchmann, und kämen vom Vorgebirge der guten Hoffnung; denn dort frißt man die Spinnen und hält ſie hoch als eine Lieblingsſpeiſe.“
„Pfui Teufel!“— ſagte der dicke Wirth und ſchüt⸗ telte ſich,—„wie abſcheulich. Indeſſen auf mein Sprüch⸗ wort laſſe ich nichts kommen. Ein Sprüchwort, ein wahr Wort!— und es gibt Wunder in der Natur..
„Allerdings!“ rief der Naturforſcher—„und da darf man gerade nur die Spinnen anſehen. Haben Sie denn ſchon eine Spinne recht betrachtet?“
„Todtgemacht hab ich von dem garſtigen Zeug ge⸗ nug,“ ſagte der Wirth;„denn meine Gäſte ſind nicht alle Naturforſcher und würden ſich ſchön beklagen, wenn ſie ſolches Geſchmeiß in den Zimmern fänden.“
„Die Spinne iſt kein Geſchmeiß“— entgegnete faſt verletzt der Doktor—„ſie iſt ein ſchönes, bewundrungs⸗ würdiges Thier, mit acht Augen, von welchen meiſt vier an der Stirne und zwei an jeder Seite ſitzen; ſie hat acht behaarte Füße, zwei Arme oder Freßſpitzen, welcher ſie ſich zum Betaſten und Umwenden der Beute bedient, zwei Fangklauen, mit denen ſie den Raub feſthält, tödtet und ausſaugt, und an dem Hinterleibe fünf bis ſechs


