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Hand durch ſein dünnes Haupthaar fuhr—„noch nichts angekommen?“
„Nein!“— entgegnete mißmuthig der Wirth—„noch immer nicht. Aber ich weiß auch, woher es kommt,“ fügte er bedenklich hinzu.—„Als ich heute Morgen auſſtand, lief mir ein Spinnchen über den Fuß, und: ein Spinn⸗ chen am Morgen, bringt Kummer und Sorgen.“
Der Naturforſcher verzog hier ſein Geſicht, als ob er Eſſig getrunkeu habe.
„Schon wieder Aberglauben!“— rief er dann wie troſtlos.„Beſter Herr Engelbert, Sie ſind ſonſt ein ganz vernünftiger Mann und ein vorzüglicher Wirth dazu, der, was jetzt eine Seltenheit unter den Wirthen iſt, ſei⸗ nen reinen Wein hält— aber, ich bitte Sie! legen Sie den Aberglauben ab. Wie kann denn nur ein vernünf⸗ tiger Menſch denken, der Lauf einer Spinne, einer un⸗ ſchuldigen Aranea domestica wahrſcheinlich, habe Einfluß auf die Begebenheiten des Lebens.“
„Lieber Herr Doktor Campius!“ entgegnete der Wirth feierlich—„nicht der Lauf der Spinne, ſondern die Zeit iſt hier das Entſcheidende; denn es heißt weiter: „ein Spinnchen am Abend, erquickend und labend.“
In des Doktors Zügen ſprach ſich Ungeduld aus.


