Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1849)
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liche Kleider von dem Leibe, und trennten ſodann, mit wahrer diaboliſcher Luſt, Gelenk von Gelenk! Glied von Glied! Naſe und Ohren wurden abgeſchnitten, und der letzte Lebensfunke war noch nicht erloſchen, als der Kopf von dem verſtümmelten Rumpfe getrennt wurde.

Futteh Khan ertrug dieſe grauſamen Qualen ohne einen Seufzer auszuſtoßen; ja er ſtreckte denen, welche nach ſeinem Blute dürſteten, die verſchiedene Gliedmaßen mit der ſorgenloſeſten Gleichgültigkeit, mit der unbeding⸗ teſten Geringſchätzung ſeines Lebens entgegen.*)

Bhawalpura's Orakelſpruch ging in Erfül⸗ lung!

Aber Mahmud ſollte den Triumph ſeiner Schand⸗ that nicht feiern. Als er blutbefleckt in den Harem zurück⸗ kehrte, war Arola aus demſelben verſchwunden, und blieb, allen Nachforſchungen ohnerachtet, für ihn verloren.

Die Nachricht von Futteh Khan's ſchrecklichem Ende lief mit Blitzesſchnelle von Mund zu Mund und erweckte allgemeines Mißgefallen. Auch eilte ein treuer Diener des Hingerichteten ſogleich nach Kaſchmir, Azim Khan von dem Geſchehenen zu unterrichten.

*) Alexander Burnes.