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— Ob er? oder ſein Vezier?— Sie erhitzte ſeine Phan⸗
taſie durch das Lob kräftiger Selbſtherrſcher. Sie deutete an, daß wohl Futteh Khan im Stillen daran arbeite, die Regierung ſich und ſeiner Familie zu ſichern— ja ſie war endlich ſo kühn, bei einer kleinen Entzweiung zwiſchen ihr und Mahmud, die liebende Verſöhnung von ihrer Seite, von dem Tode des Veziers abhängig zu machen.
Dies war genug! Futteh Khan wurde verhaftet und vor der Hand ohne alles Weitere geblendet. Kaum aber erſahen die Großen des Reiches die traurige Wen⸗ dung, welche das Schickſal des bisherigen Günßtlings ge⸗ nommen; als ihr längſt gegen den Glücklichen gehegter Haß gegen den nun Unglücklichen losbrach. Prinz Kam⸗ ran ſeellte ſich an deren Spitze, und Alle beſtürmten den Herrſcher nun mit Klagen und Rachemahnungen, ſo daß ſich Mahmud zu einer That hinreißen ließ, die ſein und das Andenken ſeiner Regierung für alle Zeit brandmarkt.
Blind und gefeſſelt wurde der, noch vor kurzer Zeit allmächtige Futteh Khan vor den Herrſcher geführt, der in prächtigem Audienzſaale, umgeben von den Großen des Reiches, ſeiner harrte. Es war ein Kreis blutdürſtiger Hyänen, der hier den, ſonſt oft beneideten, Günſtling empfing.


