Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1849)
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Die Schönheit des, ſich eben in aller Jugendfülle entfaltenden Mädchens machte das Gelingen des erſteren Theiles des Vorhabens leicht. Mahmud war in der That entzückt, da man ihm Arola, als eine geraubte Circaſſierin, vorführte. Ihre auffallende Schönheit, ihre Jugend, ihre Lieblichkeit, reizten den leidenſchaftlichen Wollüſtling auf das Höchſte, und der erhitzte Fürſt kaufte ſie, ohne zu markten, für einen ungewöhnlich hohen Preis.

Beguma hatte ihre Tochter, ſchon vor ihrer Tren⸗ nung, genau über die Art und Weiſe unterrichtet, auf welche Arola ſich gegen ihren zukünftigen Herrn zu be⸗ nehmen habe, um denſelben in wenigen Tagen zu ihrem Sklaven zu machen. Auch dieſe Aufgabe fand die Kleine leicht; denn alle Kunſtgriffe und Liſten die ihr die Mutter angegeben, lagen ſchon fertig in ihrem Inneren, und die weibliche Natur griff ihr ſo mächtig unter die Arme, daß Mahmud in ganz kurzer Zeit das Spielwerk ihrer Lau⸗ nen wurde.

Da ſäete Arola den Saamen des Mißtrauens und des Haſſes gegen Futteh Khan in des leidenſchaftlichen Herrſchers Bruſt. Als dieſer Wurzel geſchlagen, erregte ſie Mahmud's Ehrgeiz. Sie frug ihn unter Anderen einſt ſpöttelnd, wer denn eigentlich in Kabul herrſche?