Schah Schudſcha verrieth nichts, und Rundſchit Sing wandte ſich nun, jenen in ſicherem Gewahrſam haltend, an Beguma.
Aber Beguma Wuffadar wies das Anſinnen des Fürſten von Lahore mit gleichem Stolz und derſelben Entſchiedenheit zurück, mit der Sulaika deſſen Wunſch: ſie in ſeinem Harem zu beſitzen, verwarf. Ja Beguma war ſo kühn einen der fürſtlichen Botſchafter, welcher ihr und Sulaika das wiederholte Verlangen des Fürſten meldete, mit eigenen Händen für ſeine Frechheit zu züch⸗ tigen. Zugleich that ſie dem Maja Raja zu wiſſen: daß ſofern Rundſchit Sing auf ſeinen Forderungen beharre, ſie den fraglichen Diamanten in einen Mörſer zerſtoßen, die Stücke deſſelben ihrer Tochter und ihrem nächſten Ge⸗ folge eingeben und dann auch ſich durch dieſelben umbrin⸗ gen würde. Möge ihr Aller Blut dann auf ſein Haupt kommen.
Die Entſchloſſenheit Beguma's ſchüchterte den Ty⸗ rannen allerdings für den Augenblick etwas ein; demohn⸗ erachtet war die Fürſtin zu klug, um ſeiner momentanen Nachgiebigkeit zu trauen. Das Leben der ganzen Familie ſtand auf dem Spiele.„Koh-i-noor“ mußte geflüchtet,
Schah Schudſcha aus ſeiner Haft befreit, ſie und 18*


