nachforſchen zu laſſen: wer und wo man den Diamanten aufbewahre. Glücklicherweiſe kam Beguma's Vorſicht unbewußt einer Entdeckung dieſes Geheimniſſes zuvor.
Da aber der Seikhsfürſt ſah, daß er auf dieſe Weiſe nicht zum Ziele kommen, verſuchte er es auf eine andere. Es wurde, angeblich für Schah Schudſcha, eine Truppenabtheilung zuſammengezogen und gegen die Gränzen von Kabul geſandt. Schah Schudſcha ſah darin nur eine Erfüllung des gegebenen Verſprechens und ging auf Rundſchit Sin g's Aufforderung: ſich an die Spitze dieſer kleinen Armee zu ſtellen,— ohne Arg⸗ wohn nach derſelben ab. Kaum aber hatte der Schah die Hauptſtadt verlaſſen, als er gefangen genommen und in die feſte Stadt Amretſir abgeführt wurde.
Hatte Schah Schudſcha in Attok bittere Leiden erfahren, ſo harrten ſeiner zu Amretſir noch weit ſchrecklichere Qualen. Rundſchit Sing war nieder⸗ trächtig genug, den rechtmäßigen König von Kabul und Afgahniſtan durch Hunger und alle erdenklichen Martern zu der Angabe des Ortes zwingen zu wollen, an dem er oder die Seinen den„Koh-i-noor“ verbor⸗ gen hielten. Sei es nun aber, daß der unglückliche dies ſelbſt nicht wußte, oder war es Standhaftigkeit—


