Sutaita aus Rundſchit Sings Händen gerettet werden.
In dieſer kritiſchen Lage aber, zeigte ſich Beguma's entſchloſſener und kühner Charakter am ſtrahlendſten. Nach kurzem Nachdenken war ihr Plan gefaßt. Sie ſelbſt ver⸗ kleidete ſich und Sulaika, ohne Wiſſen ihrer eignen Leute, als arme Hindus, verließ auf dieſe Weiſe glücklich Lahore und wandte ſich nun nach Amretſir. In deſſen Nähe angekommen, vertraute ſie das Köſtlichſte was ſie hatte: den heiligen„Koh-i-noor“ den Händen der Toch⸗ ter, ließ dieſe— der Sicherheit wegen unter der Geſtalt eines alten Hindu⸗Bettlers, an einem beſtimmten Orte, an welchem man ſich wieder treffen wollte zurück, und begab ſich ſelbſt nach Amretſir.
Beguma hatte ſich ſchon früher auf einen ſolchen Fall vorbereitet, und zu dieſem Behufe den Reſt ihrer Koſtbarkeiten zu Geld gemacht. Vermittelſt deſſelben ge⸗ lang es nun der Schlauen, zwei der Wächter ihres gefan⸗ genen Gatten zu beſtechen. Mit Hülfe deſſelben bahnten ſie Schah Schudſcha durch ſieben Mauern einen Weg, auf welchem der König, in der Tracht eines Eingebornen des Punjabs, die Straße während der Nacht erreichte. Hier aber ſtellten ſich den Flüchtlingen neue Schwierig⸗


