Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1849)
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der Bruder des Veziers Futteh Kahn, des Todfeindes Schah Schudſcha's. Beguma verlor kein Wort. Sulaika ward auf der Stelle mit Arola auf ein Kameel geſetzt und unter wohlbewaffneter Bedeckung vorausgeſandt. Die Fürſtin folgte kurz darauf ihren Töchtern nach.

Acht Tage ſpäter, nachdem die Colonne ſechs auf⸗ einander folgende Engpäſſe über die rieſige Gebirgskette paſſirt, gelangte ſie endlich in das Orusthal. Unbe⸗ ſchreiblich waren die Mühſeligkeiten dieſer Reiſe. Na⸗ mentlich trafen ſie die beiden armen Mädchen hart, die aus dem milden Klima Kaſchmir's kommend, nicht die geringſten Beſchwerden zu ertragen gewohnt waren. So fanden ſie die erſten jener drei Engpäſſe ſo tief mit Schnee bedeckt, daß die Reiſenden nur Morgens, wenn derſelbe überfroren, ſie überſchreiten konnten.

Beguma die, ſelbſt bewaffnet, den Zug führte, achtete weder Kälte noch Gefahr, und die finſtere Ent⸗ ſchloſſenheit, die ſtets gleiche Ruhe ihrer Züge, ſchreckte in dem Buſen eines Jeden der ihr folgte, ſchon den lei⸗ ſeſten Gedanken an Angſtlichkeit oder unmännliches Ver⸗ zagen zurück.

Da Sulaika gleich nach der Abreiſe von Nanti einen Verſuch zur Flucht gemacht; führte die harte Mut⸗