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hoch in die Regionen des ewigen Eiſes, und wirft ſeine Arme bis tief in das Land, es mit Waldhöhen und frucht⸗ baren Thälern durchkreuzend.
In einem dieſer verborgenen Thäler erwartete Schah Schudſcha ſeine Familie.
Ihm entgegen zog ſein Weib, gefolgt von wenigen aber ſtark bewafngn Dienern, und ihren zwei Töchtern.
Beguma war eine große, ſtarke, imponirende Fi⸗ gur. Gang, Haltung und Geſichtsbildung kündeten, daß die Grundzüge ihres Charakters Kühnheit und Entſchloſ⸗ ſenheit ſeien. Ihre Liebe zu dem Gatten abgerechnet, war ſie in der That mehr Mann als Weib, und Schah Schudſcha würde ſeinen Thron nicht eingebüßt haben, hätte er von je die Rathſchläge ſeines Weibes befolgt. Aber eben in den Tagen der Prüfung ward Beguma erſt recht die Stütze des Schahs. Wenn jener, in Folge oft ſelbſt verſchuldeter Mißgeſchicke, kleinmüthig zu werden drohte, ſtand dieſe unbeugſam wie das Haupt des Koh⸗i⸗Baba. Nie hörte man ſie klagen; aber ſtets entwarf ihr Ehrgeiz neue Plane, den Thron Kabul's wieder zu erringen. Daß dies geſchehen würde, daran zweifelte Beguma keinen Augenblick; denn noch war ja der magiſche„Koh-i-noor“ in ihrem Beſitze, und un⸗


