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Strickleiter beſitze, die ſie— für den Fall der Noth— zur eigenen Rettung aufbewahre. Ihr Bemühen krönte auch endlich der köſtliche Fund. Als der wichtige Moment gekommen, kletterte die Verwegene mit Gefahr ihres Le⸗ bens an einem der ſchlanken Palmſtämme hinauf und warf von hier aus die Leiter ſo über eine nahe Felſenſpitze, daß dieſelbe an beiden Seiten bis nahe an den Boden herabhing. Sulaika blickte dem kühnen Unternehmen in ſprachloſer Angſt zu. Kaum aber war es gelungen, als auch ſchon der ungeduldig Harrende auf dem Kamme der Felſen erſchien— und— nach wenigen Minuten in den Armen der Glücklichen lag.
Die Sonne war bereits untergegangen. Die letzten Streiflichter der Abendröthe tauchten den Himmel in eine flüſſige Gluth, durch welche einzelne kleine Wolken wie goldene, purpurbewimpelte Schiffchen zogen. Dem ſchei⸗ denden Lichke jauchzten die Vögel nach, und tauchten noch einmal ihre Fittige ſchreiend in ſeine Strahlen— und in den dunkelen Büſchen klagte die Nachtigall wehmüthig über den Heimgang alles Schönen.
Aber Azim und Sulaika bemerkten das Sterben des Tages nicht. Unter den weit herabhängenden Zweigen
einer breitblättrigen Cedoaria, deren weiße, volle Blü⸗ 17


