thenbüſchel die Lüfte mit Veilchenduft erfüllten, lagen ſie Arm in Arm auf weichem Raſen hingeſtreckt. Kein Wort unterbrach die heilige Stille, kein Laut den Liebesruf der nahen Sängerin. Aber Auge in Auge gewurzelt, Mund auf Mund, flammten ihre Seelen in einander und ſchmol⸗ zen zu Eins. Nicht Azim gab es mehr im Geiſterreiche noch Sulaika; ſondern nur einen Gedanken der Liebe, einen betäubenden Blick in den Himmel— ein Auf⸗ flammen und ein Bewußtwerden der inneren Gottheit.
Und die Geiſter des Zaubergartens wurden wach, und hoben die ätheriſchen Geſtalten aus den Blüthenkel⸗ chen, in welchen ſie geſchlummert, und wiegten ſich ſelig lächelnd auf den ſchlanken Blumenſchaften, und klommen empor an den leisbewegten Zweigen, und ſchwebten mit unhörbarem Flügelſchlage um die Beglückten,— wie emſige Bienchen aus Blumen den Honig, aus fremder Wonne eigene ſchlürfend.
Und die Schemen der Erde weckten die Geiſter des Paradieſes. Die Ewigen blickten von dem dunkel ge⸗ wordenen Himmel mit tauſend und abertauſend Augen hernieder, Himmel und Erde ſchwammen in geheimniß⸗ voller Liebeswonne und durch alle Welten klang es mit unausſprechlich ſüßen Tönen:


