Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1849)
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ten des Mädchens Herz und Sinne. Darum die Bitte um Be⸗ freiung aus ihrem Kerker, darum der Wunſch um Aufſchub. Seit jener Zeit hatte ſich freilich wieder Manches verändert. Sulaika wußte nun wer ſie war; der Tochter Schah Schudſcha's blieben Anſprüche auf das Leben; der ſtill Erzogenen winkte Befreiung durch die Hand der Aeltern. Dies änderte das Vorhaben zu fliehen, nicht ihre Liebe. Konnte doch gerade aus einer Verbindung mit Azim Khan ihrem Vater ein weſentlicher Vortheil erwachſen. Jedenfalls mußte ſie den Geliebten ſprechen, ehe die Mutter ſie ihrem bisherigen Aufenthalte entzog. Sulaika zweifelte auch keinen Augenblick an Azim Khan's baldiger Wiederkunft, und wandte daher Alles auf, ein Zuſammentreffen mit demſelben möglich zu machen. Ein Unwohlſein Bhawalpura's kam ihr hierbei zu ſtatten. Da indeſſen auch jetzt noch der Schlüſſel zu dem einzigen Zugange der Höhle in der Prophetin Hän⸗ den blieb, mußte Sulaika auf ein anderes Auskunfts⸗ mittel denken. Schwerlich aber würde das unerfahrene Kind ein ſolches gefunden haben, wenn ihr hier nicht die ſchlaue Sklavin zur Seite geſtanden hätte. Dieſe aber durchſpähte nun alle Räume des finſteren Aufenthaltes, da ſie wußte, daß Bhawalpura eine