Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1849)
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Adalberts Züge hatten ſich merklich verändert, er ſtarrte blaß und unſtät vor ſich hin.

„Ihr habt nun“— begann der Mönch mit der ihm eigenen Monotonie der Stimme,—„einen heiligen Eid auf dies Crucifir geleiſtet, habt mir geſchworen, daß Ihr der Graf Adalbert von Montfort ſeid, und nie und nimmer das veröffentlichen werdet, was Euch mein Mund jetzt offenbaren wird. Ich weiß mir kaum Rechenſchaft zu geben, warum ich Euch entdecke, was ich ſo lange der ganzen Welt verſchwieg; aber ich fühle, daß ich reden muß, um das Gewicht zu erleichtern, mit welchem jenes Geheimniß auf mir laſtet. Höret mich denn an und un⸗ terbrecht mich nicht.“

„Der Mann, der zu Euch ſpricht und deſſen Name längſt für die Welt verloſchen iſt, ſtand einſt unter den edelſten Geſchlechtern und hatte als Otto von Sintol⸗ fingen über Land und Leute zu gebieten.— Staunt nicht ſo groß nach mir hin;— ich weiß, was Eure Blicke fra⸗ gen. Glaubt mir, junger Mann, dieſe Züge kündeten einſt Kraft und Hoheit; aber ſeit mein Wappenſchild zerbrochen, ſind Körper⸗ und Geiſtesſchmerzen über mich ergangen, und harte Bußen haben dieſen Leib matt und zerbrechlich gemacht.— Doch zurück. Von meiner früheſten Kindheit