IV. De Bßenb
In einer der Zellen der Carthauſe, deren nackte Stein⸗ wände nur ſpärlich von einer Fackel, die in einem eiſer⸗ nen Ringe der nördlichen Wand hing, erleuchtet wurden, ſaßen Adalbert und jener Mönch, welcher Montfort nach Güterſtein beſchieden.
Die kleine Halle entbehrte alles Schmuckes, ja faſt jedes ſonſt ſo nöthigen Möbels. Eine hölzerne Bank und ein Strohlager machten ihren Reichthum aus, und nur das über der Fackel hängende elfenbeinerne Crucifir mit einem ſilbernen Jeſu ſtach ſonderbar durch ſeine Koſtbarkeit gegen die Armuth der Umgebung ab. An dem Pfeiler, welcher ſich als Stütze in der Mitte des Gemaches erhob, hing eine Geiſſel, deren ſieben lederne Riemen in kleinen eiſernen Haken endeten, und die dem Mönche wohl bei ſeinen ſchrecklichen Bußübungen diente. Ein mächtiger Steinkrug voll Waſſer und ein Stück ſchwarzen Brodes verkündeten die Strenge, mit welcher der Pater ſeinen Leib kaſteiete.


