Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1849)
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da die Leichenſteine erhoben, unter denen die müden Schlä⸗ fer ruhten.

Er ſetzte ſich auf einen derſelben, ſtützte ſein Haupt auf die Hand und erwartete den Mönch.

In welch ganz andern Bildern und Geſtalten, als im Rauſche der Welt, zieht das Leben an unſerer Seele vorüber, wenn wir bei einer ſternenhellen Nacht auf ienem Raume ſitzen, in welchen der unerbittliche Tod ſeine Furchen gezogen. Das bleiche Licht des Mondes wirft ſeine Strahlen über die alabaſterne Säule, in welche mit goldenen Buchſtaben die ſchwülſtige Lobrede auf einen Reichen und Mächtigen gegraben iſt, und umfließt ſanft die Roſe, die ein liebendes Kind auf den Hügel pflanzte, der ſeine armen Aeltern umſchließt. Klein und erbärm⸗ lich liegt das Treiben der Welt zu unſern Füßen, und in der wehmüthigen Seele zittert ein namenloſes Gefühl, das uns mit Sehnſucht emporhebt nach dem unbekannten Jenſeits, das uns mit einer heiligen Liebe erfüllt, nach einem Etwas, welches wir nicht kennen,— und dies Gefühl iſt die Ahnung des ewigen Geiſtes, das Bewußtwerden jenes geiſtigen Bandes, welches uns mit der Ewigkeit verknüpft. Nur der Ungebildete hält dies Entzücken für die Schauer des Todes und ſchleicht ängſtlich von einem Orte hinweg,