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ten Brunnen der edle Malvaſier in reicher Fülle, und Mummenſchanz beluſtigte die Gäſte während der Tafel, die bis gegen den Abend hin dauerte.
Adalbert ſtaunte gleich den Anderen ob der unge⸗ meinen Pracht; aber die Freude wollte keinen rechten Eingang bei ihm finden. Denn düſtere Gedanken, un⸗ ruhiges Erwarten, quälten ihn unaufhörlich; er dachte ſeine bleiche Schöne von irgend einem Unheile bedroht und konnte ihr doch nicht ſchützend zur Seite ſtehen. So nahm er wenig Antheil an der allgemeinen Luſt und ſtahl ſich bei der erſten paſſenden Gelegenheit hinaus. Der Abend begann bereits zu dämmern, des Volkes Scherze waren hie und da in Rohheit ausgeartet, und wilde Lieder wurden von rauhen Kehlen geſungen. Da erfrug Mont⸗ fort den Weg nach der Carthauſe Güterſtein, und hatte bald das Toben des Tages weit hinter ſich.
Das Kloſter Güterſtein lag ohnfern dem alten Schloße Hohen-Urach. Ein ziemlich beſchwerlicher Weg führte dahin, deſſen Unbequemlichkeiten indeſſen leicht über den Schönheiten der Umgebung vergeſſen wurden. Bald ſchlängelte ſich der Pfad unter uralten Eichen und Buchen dahin, von dichtem Geſtrüppe umſchloſſen; bald trat man auf eine kleine Wieſenfläche und das Auge ſchweifte dann


