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Verſunken in wunderliche Träume, trat das ſanfte Bild jener bleichen Schöne unaufhörlich vor ſeine Seele und es war dem frommen Jünglinge unerträglich, daß ſich in ſeiner Phantaſie finſtere Dämonen um jenes Bild drängten, das er lieber mit lichten Engeln umgeben hätte. Nachdem er lange Zeit in ſolchen Gedanken zugebracht, fuhr er endlich aus ſeinen Träumereien auf und ſtieß leiſe und kopfſchüttelnd die Worte aus:„Sonderbar: die Todten von Luſtenau!?“
Da tönten dicht hinter ihm die monoton geſprochenen
Worte:
„Auf die Todten von Luſtenau Deine Hoffnung nit bau; Denn dem Vater und Sohn Steht der Tod im Lohn.“ 4)
Montfort wandte ſich entſetzt um. Ein Mönch, die Kaputze tief über den Kopf gezogen, kniete auf einem halb zerfallenen Leichenſteine und betete eifrig ſeinen Roſenkranz. Niemand anders konnte obige Worte geſpro⸗ chen haben; denn nur er und Adalbert befanden ſich in
*) Volkslied der damaligen Zeit.


