Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1849)
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war keine Spur von den Geſuchten mehr zu finden. So war er denn ſtehen geblieben, und ließ unbeachtet die heitere Menge an ſich vorüberwogen, ſo ſtand er noch als es ſtill und einſam um ihn geworden war. Er ver⸗ mochte Werdenberg's Worten keinen Glauben zu ſchen⸗ ken; denn ein ſo holdes Weſen konnte kein Blendwerk der Hölle ſein. Auch hätte ja ſolch' dämoniſcher Spuck an dem heiligen Orte nicht ſtatt haben können.

Adalbert lebte in einer Zeit, in welcher ſelbſt die aufgeklärteſten Menſchen noch an Teufel und Hölle, Hexen und Kobolde, Zauberei und Geiſter⸗Erſcheinungen glaub⸗ ten, denn eben erſt ſtieg allmählig die geiſtige Morgen⸗ dämmerung für Deutſchland auf, und gerade Graf Eber⸗ hard im Bart war einer jener würdigen Männer, die ſich bemühten, durch Einführung der Wiſſenſchaften und ſchönen Künſte, Licht und geiſtiges Leben auf den ſtarren Boden Germaniens zu verpflanzen. Nicht allein das Volk, ſondern auch die Hohen und Höchſten ſchrieben da⸗ mals noch jede höhere Naturerſcheinung oder Naturkraft, jeden ſonderbaren, nicht gleich zu ergründenden Zufall, den Wirkungen einer feindlichen Geiſterwelt zu, und ſo bleibt es keinesweges zu erſtaunen, daß auch Montfort ſich zu jenen aberglänbiſchen Ideen hinneigte.