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I. Der Mönch.
Geendet war die kirchliche Handlung, vorüber der ſtattliche Zug, und mit den Letzten, die die Kirche ver⸗ ließen, ſchwieg Orgelton und Glockengeläute. Die Kirchen⸗ diener löſchten die Kerzen, und der weite Raum ſank in jene Dämmerung zurück, die uns in den hochgewölbten Hallen gothiſcher Dome mit heiligen Schauern erfüllt. Nur ein junger Mann ſchien kaum bemerkt zu haben, daß es um ihn her leer und ſtill geworden war; er ſtand wider einen Pfeiler gelehnt, die Arme über einander ge⸗ ſchlagen und ſchaute nachdenklich vor ſich hin. Es war Adalbert. Kaum läßt ſich der Eindruck beſchreiben, den jene ſonderbaren ſchwarzen Geſtalten auf ihn gemacht hatten. Ein eiskalter Schauer war Anfangs durch ſeine Glieder gerieſelt, dann aber fühlte er ſich wieder von den edlen männlichen Geſtalten, mehr noch von der un⸗ endlich ſanften Schönheit der Dame angezogen Ein ſchwerer Kummer mußte dies liebliche Haupt gebeugt, mußte die ganze Familie getroffen haben, da ſie bei einem ſolchen Freudenfeſte in der tiefſten Trauer erſchie⸗


