der Muſik und dem Geläute der Glocken, trat der Zug in die weiten Hallen.
Von Herolden geführt, folgten Pauker und Trom⸗ peter, dann kamen die Banner Würtemberg's und das Wappen des Grafen, von Pagen umgeben; dieſem fol⸗ gend trat mit edlem Anſtand, geführt von dem Land⸗ grafen von Mantua und dem Landhofmeiſter, Graf Eberhard ſelbſt ein; ſein Oheim und ſeine Vettern ihm zur Seite. Jetzt nahten Mantua's Wappen nnd Fah⸗ nen und die hohe, ſchöne Braut, geführt von ihrer zu⸗ künftigen Schwiegermutter und Vier und zwanzig Jung⸗ frauen, welche weiß gekleidet mit brennenden Kerzen ein⸗ herſchritten; Biſchöfe und Prälaten, Ritter und Damen, alle in Pracht und Glanz gehüllt, folgten nun in freund⸗ lichem Gemiſche. In bunten Farben ſtrahlte der Zug,— da plötzlich fuhr Adalbert, der bisher ſchweigend und mit hohem Intereſſe die lange Prozeſſion hatte vorüber ziehen ſehen, in die Höhe— Werdenberg bemerkte es und ſah gleichfalls nach der Stelle, auf welche Mont⸗ fort, vor Erſtaunen ſprachlos, deutete und ſiehe, nach einer langen Reihe blühender, in prächtige, farbenreiche Gewänder gehüllter Damen, zeigten ſich drei ſchwarze Geſtalten. Es waren zwei junge Männer von ſchlankem


