Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1849)
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kündete einen hellen Verſtand. Bodmann war leicht und ſinlich, Adalbert's fröhlich⸗jugendlichen Muth hielt ſtrenge Sittlichkeit in den nöthigen Schranken. Da⸗ bei war Graf Bodmannder Schöne allgemein be⸗ kannt; denn ſchon im achtzehnten Jahre unumſchränkter Herr ſeines Vermögens und zugleich Liebling des Mark⸗ grafen zu Baden, hatte er viel von der Welt geſehen, und war den meiſten hohen Geſchlechtern befreundet; Montfort dagegen, erſt ſeit einem halben Jahre aus Italien zurückgekehrt und durch den Tod ſeines Vaters an die Spitze ſeiner Familie berufen, zählte in Wür⸗ temberg nur wenig Bekannte. Er ſchloß ſich daher um ſo enger an diejenigen an, die ſich ihm freundlich nahten, und hatte vorzüglich zu Werdenberg, in dem er einen Mann von biederem Sinn, Herz und Gemüth erkannte, unumſchränktes Vertrauen gefaßt. Beide ſtanden in die⸗ ſem Augenblicke an den Rand eines Brunnens gelehnt und muſterten die Gäſte, die fröhlich grüßend oder ſcher⸗ zend und lachend auf und abgingen.

Wer ſind jene beiden Männer? frug jetzt Adal⸗ bert,die ſo eifrig bemüht ſind den Kirchenzug zu ordnen?

Wie? rief Werdenberg erſtaunt,Du kennſt den alten Ehingen nicht?