Teil eines Werkes 
3. Theil (1848)
Entstehung
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fünf, das jüngere Kind drei Jahre alt Mit aller Lebendigkeit des feurigen Blutes, welches durch ſeine Adern floß, ausgerüſtet, ſprang er von der Frühe bis zum Abend hin und her, und ſo kam es, daß et ſelbſt jetzt, obgleich die Lichter ſchon angezündet und die Nacht völlig eingebrochen, immer noch keine Ruhe im Zim⸗ mer fand.

Endlich aber gelang es Marien ihn zu feſ⸗ ſeln. Sie trug nämlich das Abendeſſen auf, und mit einemmale ward der kleine Wildfang zahm und geſchmeidig Nach dem Eſſen brachte Marie das jüngere Kind zur Ruhe, und nahm ſodann Thaddäus auf ihren Schooß. Ihr Herz war ſchwerer als gewöhnlich. Wehmüthig ſchaute ſie der Knabe an, und wie ſie ſo dem Kleinen in die lebhaften, unſchuldigen Augen blickte, ſchien es ihr ſo recht, als ob ihr die offenen Züge Pauls entgegenlachten. Ergriffen drückte ſie das theure Pfand ihrer Liebe an das Herz Thad⸗ däus aber ſchaute ſie verwundert an und rief:

Ei Mütterchen, warum biſt Du denn heute den ganzen Tag ſo traurig?