Teil eines Werkes 
3. Theil (1848)
Entstehung
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und die zu erwecken, die Formen des Katholicis⸗ mus's ſo geeignet ſind.

Aber wahrlich! die Anweſenden bedurften keiner äußeren Eindrücke, um ihre Seelen künſt⸗ lich zu ſtimmen. Hier ſchlug kein Herz das nicht bis in ſeine geheimſten Tiefen erſchüttert, in wahrer Andacht aufgelöst geweſen wäre Am Altare brachte der Prieſter das heilige Meßopfer. Auf den Stufen knieten Julian und Karoline in dem Schmucke der Bräutlichkeit, ergriffen von dem Ernſte jener Handlung, die ſie im Ange⸗ ſichte Gottes, zu begehen bereit waren. Der ehrwürdige Romanzoff und Kosciuszko ſtanden im Hintergrunde zwiſchen denſelben aber lag, auf einen Seſſel hingegoſſen,— todesmatt, — ein weibliches Weſen. Es war Louiſe. Die zarte Geſtalt hüllte ein einfaches, weißes Gewand ein, auf der hohen Stirne ruhte ein Kranz weißer Roſen; aber die ſchneeigen Blüthen ſtritten vergeblich mit der Farbe der eingefallenen Wangen. Das ſanfte, dunkle Auge hing ſchwär⸗ meriſch an dem lichten Altarbilde, und ein unaus⸗ ſprechlich füßes, wehmüthiges Lächeln ſpielte um die Winkel des feinen Mundes