Teil eines Werkes 
3. Theil (1848)
Entstehung
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gierde zu unterdrücken, und lehnten uns daher lauſchend an die nur leiſe widergelegte Thüre, ſo daß wir ohne bemerkt zu werden, ſehen und hören konnten, was ſich in dem Gemache zutrug.

Als ſich der Marſchall mit ſeiner Tochter allein und unbemerkt glaubte, ſetzte er ſich mit er⸗ zwungener Kaltblütigkeit auf einen der Seſſel und ſagte hart und entſchieden:„Du befindeſt Dich da, wohin Du gehörſt: auf einem der Güter des Fürſten Orany. Er ſelbſt iſt hier, und in einer Stunde wirſt Du ihm vermählt“

Eine kleine Pauſe folgte dieſen Worten; dann entgegnete das Fräulein ruhig, aber nicht minder beſtimmt:

„Nein! mein Vater, dieß wird nicht ge⸗ ſchehen. Orany kann die nicht zum Weibe nehmen, die ſich und ihn, nach den Begriffen der Welt, beſchimpft hat; die den Fluch ihrer Eltern trägt, und keinen ihm ebenbürtigen Na⸗ men mehr aufweiſen kann.“

„Es iſt keine Rede davon, daß Du die Ehre verdienteſt. Aber der Fürſt geht in ſeiner Liebe und Großmuth ſo weit, daß er Deine