Teil eines Werkes 
3. Theil (1848)
Entstehung
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ſtaunen auch die Alte auf die gleiche Weiſe um⸗ geſchaffen. Weniger Freude als mir machte der Nonne die Bemerkung, daß man in der Nacht auch ihre häßliche Nonnentracht weggenommen, und dafür einen wahrhaft fürſtlichen Anzug hin⸗ gelegt hatte. Sie erklärte in ſanftem aber be⸗ ſtimmtem Tone, und auf eine Weiſe, die mir die tiefſte Ehrfurcht vor ihr einflößte: daß ſie keine anderen als die weggenommenen Kleider anlegen würde.

Mein Vater aber mochte meine Gefühle nicht theilen, er lachte laut auf, rief:„das wol⸗ len wir ſehen!“— und— ich ſchäme mich es ſagen zu müſſen— riß der Armen das Oberbett hinweg. Jetzt ſah ſie ſich freilich genöthigt, einen Theil der vor ihr liegenden Kleidung zu erha⸗ ſchen und anzuziehen; doch half keine Drohung, ſie zur Annahme des fürſtlichen Gewandes zu bewegen. Und wahrlich! ſie glich in dem blen⸗ dend weißen, ganz einfachen Unterkleide, und dem bleichen durchſichtigen Geſichtchen einem jener Engel, wie wir ſie oft in den Kirchen auf den Altarbildern, die Mutter Gottes umſchwe⸗