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wartet beugte ſich die Nonne über die Brüſtung des Fenſters und frug mich mit milder Stimme um die Urſache meiner Klagen. Ich blickte em⸗ por, die Lüge auf dem Munde;— aber— ſie erſtarb; denn ich ſah in ein ſo ſanftes, himmliſch ſchönes Geſicht, aus welchem mir eine ſolch' unausſprechliche Güte und Reinheit entgegen ſchaute, daß ich, vor mir ſelbſt erröthend, nur die Hände bittend falten konnte. Aber ſchon dieß war genug für die Holdſelige, ſie eilte davon und erſchien nach wenigen Minuten, von noch zwei Schweſtern begleitet, außerhalb der Mauern. Die Alte hatte mich auf ſich niedergezogen, und hielt mich ſo feſt wider ſich, daß ich kaum ath⸗ men konnte, und es in der Dämmerung ausſah, als läge ich in Verzweiflung über ſie hingeſtreckt; dabei ſtöhnte und jammerte ſie kläglich. Unter⸗ deſſen hatten uns die Nonnen erreicht. Sie beugten ſich theilnehmend über uns herab— in demſelben Momente aber ſprang mein Vater und ſein Begleiter hervor, riſſen jenes ſanfte Weſen hinweg, ſtopften ihr ein Tuch in den Mund, knebelten ſie, und verſchwanden mit ihr


