Teil eines Werkes 
3. Theil (1848)
Entstehung
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gen. Da ergriff mich eine namenloſe Bangig⸗ keit und ich weinte recht bitterlich Hatte ich doch zu Hauſe ſo manch liebes Herz und meine Frei⸗ heit dazu, und hier ſaß ich ſo ganz fremd, ſo ganz allein, eingeſchloſſen bei lichtem Tage, in einem dunklen unheimlichen Kerker. Ich ahnte nicht, daß mir für den Abend noch etwas her⸗ beres bevorſtünde.

Es mochte nämlich auf Mittag gehen, als die Alte mit einem frugalen Eſſen und einem Bündel zurückkam. Nachdem das Erſtere ver⸗ zehrt war, befahl ſie mir, mich zu entkleiden. Ich gehorchte, in der Hoffnung, einen ſchöneren Anzug zu erhalten; erſtarrte aber faſt vor Schre⸗ cken, als ſie das mitgebrachte Bündel vor mir auskramte, und mir mit katzenartiger Freundlich⸗ keit einen ganz zerfetzten hinreichte. Die Klei⸗ dung die ich mitgebracht, war einfach, aber ganz, ich hatte gehofft, eine beſſere zu erhalten, und ſollte nun in eine ſchmachvoll zerlumpte ſchlüpfen.

Ich fing bitter zu weinen an ich flehte: mir doch wenigſtens meine mitgebrachte Röcke zu laſſen;— umſonſt— ſie bat und ſchmeichelte,