was dieſe Frau, die Du von nun an Mutter nennſt, Dir befiehlt. Ein Wort des Widerſpre⸗ chens, und Du ziehſt Dir die härteſte Strafe zu“ Mit dieſen Worten verließ er das Zimmer.
So hart mein Vater war, ſo band mich doch die kindliche Achtung an ihn; an die alte häßliche Frau aber, knüpfte mich nichts, und ihre zudringliche Freundlichkeit ward mir um ſo mehr zuwider, wenn ich daran dachte, daß ich ſie Mutter nennen ſollte Indeß mußte ich mich fügen. Hunger und Müdigkeit ſiegten bald über alle Bedenklichkeiten, ich aß und ſchlief endlich ein.
Unerträglicher als der Abend, ward mir aber der kommende Morgen. Die Fenſterladen blieben geſchloſſen, und obgleich es draußen Tag ſein mußte, brannte im Zimmer beſtändig ein Holz⸗ ſpan, und verſetzte meine Umgebung in eine trübe, nächtliche Dämmerung. Glücklicherweiſe verſchwand die Alte bald und ſchloß mich ein. Als ich allein war, konnte ich wenigſtens wieder ungeſtört an Euch und meine Mutter denken, und den trüben Betrachtungen: wie wenig ſich meine kindiſchen Erwartungen erfüllt hatten, nachhän⸗


