Teil eines Werkes 
3. Theil (1845)
Entstehung
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Erzbiſchof! Euch übertragen Wir die Sorge für die kirchliche Weihe.*

Der Kaiſer lehnte hier erſchöpft zurück. Rudi und Eudoria lagen ſich weinend, aufgelöſt von Schmerz in den Armen.

Nach einer längeren Pauſe richtete ſich Friedrich wieder empor.

Uns bleibt für kurze Zeit noch viel und Wich⸗ tiges zu thun übrig. Laßt Uns das Haus beſtellen.

Auf ſeinen Wink traten nun die Großwürden⸗ träger vor und der Kaiſer dictirte mit voller Gei⸗ ſtesgegenwart und Ruhe ſein Teſtament.

Als dies geſchehen, richtete er ſich an den Erz⸗ biſchof von Palermo und ſagte:

Hochwürdiger Herr! vermöget Ihr in der Stunde des Todes den Gebannten Angeſichts der Chriſtenheit von dem Banne zu befreien?

Ja! entgegnete der heilige Mann, wenn Eure Majeſtät ſich beichtend und bereuend der Kirche heimgeben will.

Dem Payſte nie! entgegnete Friedrich mit überraſchendem Kraftaufwande. Der Gnade Got⸗ tes aber und der Kirche gern.

Der Papſt iſt nur ein einzelnes Glied der Kirche, entgegnete der Erzbiſchof, ihr einzig wahres Haupt

iſt Gott und dieſem dien' auch ich. 17*