Geſteht es nur immer. Die Unſeren ſitzen auch im Herzen und Wir fühlen: David, der ſeinen Kaiſer im Leben nie verlaſſen, verläßt ihn auch im Tode nicht. Wenn er noch lebt, bringt ihn hier⸗ her. Wir waren unzertrennliche Freunde im Le⸗ ben, es muß göttlich ſchön ſein, mit dem Freunde zu ſterben.
Ach! jammerte Eudoria, ſo ſoll ich denn Alles auf einmal verlieren?
Nein! entgegnete Friedrich mit mildem Ernſte, Wir geben dir, du Seele Unſeres Daſeins, Alles in Einem wieder. Graf von Habsburg! Wir haben Euch bereits mit Unſerer Tochter, die Ihr ſo innig liebt wie Wir, verlobt, nehmt ſie im Angeſichte Unſeres Hofes als Eure Gattin hin.
Rudolph war ebenfalls zu des Kaiſers Füßen niedergekniet.
Mit Mühe richtete ſich der alte Held halb in dem Seſſel empor, fügte die Hände der Liebenden in einander, legte die ſeinen ſegnend auf ihre Häup⸗ ter und ſprach:
Verbinde und beglücke euch Gott durch dieſelbe Liebesſeligkeit, die deine ſelige Mutter, Eudoria, und Uns verband. Mehr können Wir euch nicht wünſchen; einen höheren, einen heiligeren Segen vermögen Wir nicht von Gott zu erflehen!— Herr
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