Teil eines Werkes 
3. Theil (1845)
Entstehung
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385 haben Uns überwunden, ſondern der Undank Unſe⸗ rer Freunde hat Uns das Herz gebrochen.

Vater, Vater! rief hier Eudoria und umſchlang verzweifelnd die Kniee des Kaiſers, du kannſt, du wirſt, du darfſt nicht ſterben! Vergiß den Undank der Verräther und ſieh um dich, es ſchlagen dir ja noch ſo viele treue Herzen!

Für deren Liebe ich Gott danke! ergänzte der

Kaiſer. Kommt Alle, kniet nieder und empfanget

den Segen eures ſterbenden Kaiſers.

Die Menge gehorchte von Schmerz und Weh⸗ muth hingeriſſen.

Der Kaiſer ſtreckte ſegnend die Hände über ſie.

Aber ſein Auge ſuchte vergebens nach dem Weſen, das nächſt Eudoria ſeinem Herzen am nächſten ſtand.

Wo iſt mein Narr? frug er dann leiſe.

Herr, entgegnete der Arzt, er bedarf der Ruhe.

Der Kaiſer lächelte ſtill vor ſich hin, als ſchmeichle ſeinem Herzen ein ſüßer Gedanke.

Er bedarf der Ruhe! wiederholte er dann, wenn Uns nicht eine heilige Ahnung täuſcht, wird ſie ihm bald werden. Nicht wahr? ſetzte er fragend hinzu, die Wunden ſind tödtlich?

Der Arzt wollte ausweichen, Friedrich aber ſagte:

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