Teil eines Werkes 
3. Theil (1845)
Entstehung
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kommt!... Aber was iſt das? Waren das nicht Poſaunentöne? O du mein Heiland, ſetzte er, ſich bekreuzend, hinzu, ich glaube gar, der jüngſte Tag bricht an.

Beruhigt Euch, entgegnete der Kanzler mit ſchauerlicher Ruhe, für Euch noch nicht, vielleicht aber für Andere. Die Töne künden wol des Kaiſers Nahen an. Seht doch einmal zu.

Verwirrt und zitternd gehorchte der Greis. Aber die Dunkelheit ließ ihn lange nichts unter⸗ ſcheiden, endlich durchzuckte ein furchtbarer Blitz die Luft.

Ja! rief er bebend, dort in der Ferne ſeh' ich Waffen blinken. Gott ſteh' ihnen bei! Wenn das Gericht nicht vor der Thüre, ſo ſtehen ſchwere Tha⸗ ten der Welt bevor.

Wenn ſie ſich nahen, verſetzte der Kanzler kalt, dann ſagt Ihr's mir!

Herr Gott! ſchrie in dieſem Momente der Alte auf. Was war das?

Ein furchtbares Krachen betäubte das Ohr, Lichtfluten blendeten die Augen und die Erde bebte Stoß auf Stoß, während aus ihrer Tiefe ein Rol⸗ len und Heulen ertönte, als ob die Hölle brüllend ihren Schlund geöffnet.

Der Greis lag betend auf ſeinen Knieen. Vi⸗ neis blickte mit den lichtloſen Augen kalt, finſter,