Teil eines Werkes 
3. Theil (1845)
Entstehung
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der Sonne verſchloſſen, mein Geiſt ſchaut trium⸗

phirend von der Höhe herab, auf die er ſich ge⸗ ſchwungen. Ich ſehe noch jetzt weitere Reiche vor mir ausgebreitet liegen, als ſie ein irdiſches Auge je überſchauen kann.

Sie waren unterdeſſen auf einen Balkon ge⸗ treten, der, über einen furchtbaren Abgrund hinaus⸗ reichend, eine herrliche Fernſicht bot.

Sind wir im Freien? frug eintönig der Kanz⸗ ler, mir däucht die Luft auch hier unerträglich ſchwer.

In der That war es der Jahreszeit ungeach⸗ tet ſchwül.

Ja, Herr! entgegnete der Alte. Wir ſind auf dem Balkon. Setzt Euch ruhig hierher, denn die Brüſtungen ſind niedrig und unter uns gähnt eine grauenhafte Tiefe. Seht! die Feſte heißt nicht umſonſt der Falkenthurm, denn ſie iſt auf einem Felſen erbaut, der ſenkrecht von der piſaner Land⸗ ſtraße aufſteigt, die ſich wie ein ſchmales Band dicht um ihn herumzieht. Wenn man, fuhr der Kaſtellan mit der Geſchwätzigkeit des Alters fort, wenn man von dieſem Punkte einen Stein hinunterfallen läßt, ſo kommt er mitten auf der Landſtraße an. Auf dieſe Weiſe können wenige Menſchen von hier oben aus den Durchgang durch den Engpaß faſt ohne Mühe hemmen. Dort ganz in der Ferne liegt Siena,