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Gerechter Gvtt! ſchrie hier Vineis auf und deckte mit beiden Händen ſein Geſicht, als wolle er die Augenſterne ſchützen. Blenden! das werdet, das dürft Ihr nicht! der Kaiſer ſprach...
Er ſoll das Tageslicht nie wiederſehen.
Ja! aber er ſetzte hinzu...
Er ſoll das Tageslicht nie wieder ſehen! un⸗ terbrach ihn Ezelinv. Ich gehorche ſeinem Wort. Und zu ſeinen Gefährten gewendet ſetzte er hinzu: Nieder mit ihm, ſtoßt ihm die Augen aus.
Die Henkersknechte hatten unterdeſſen die Fackeln in Ringe geſteckt, die an der Wand befeſtigt, und fielen nun über Vineis her, den ſie ohne Mühe zu Boden warfen.
Meine Augen! ſchrie der Kanzler, daß es die Steine hätte erſchüttern können, Barmherzigkeit! Meine Augen! meine Augen! Nehmt mir das Leben, aber laßt mir meine Augen!
Doch ſeine Stimme erſtarb, denn einer der Gefährten Romano's hatte ſich auf ſeine Bruſt ge⸗ kniet, daß ihm der Athem ausging, die zwei ande⸗ ren hielten ſeine Arme.
Ein gräßliches Stöhnen erfüllte auf Augen⸗ blicke die Halle; dann ſtand der Henker auf und— es war geſchehen: das Licht des Tages war für Vineis auf ewig erloſchen.


